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Marcell Jansen

Von so einer Karriere träumen die meisten Sportler. Für die wenigsten erfüllt sie sich. Warum also hört ein Fußballer ohne das so oft genannte Verletzungspech in der Blüte seiner Spielerzeit einfach auf? Recht vorschnell kritisierte Rudi Völler, Sportdirektor von Bayer Leverkusen, Marcell Jansens überraschenden Rücktritt vom Profifußball kurze Zeit später im Aktuellen Sport Studio. Er warf ihm vor, dass einer, der ohne Grund so früh aufhöre, den Fußball nie geliebt haben könne. Wirklich?

Change Kommunikation: Vom Profisportler zum Unternehmer
Die exklusive Story gaben wir der BILD. „Influencer“ wie wie Jogi Löw oder Oliver Bierhoff informierten wir vorab und baten um Zitate. Die Story war rund, dann kam die Einladung ins Aktuelle Sportstudio und endete im „hat den Fußball nie geliebt“- Eklat.

Die Antwort formulierten wir am Sonntag drauf. „Herr Völler hatte Recht, das Fußballgeschäft habe ich nie geliebt, aber akzeptiert, denn das Fußballgeschäft hat mir vieles ermöglicht, und dafür bin ich sehr dankbar. Dennoch kann ich sagen, dass mein Leben schon vor meiner Karriere als Profi mindestens genauso lebenswert war! Den Fußball, den ich so sehr liebe, der wird überall gespielt, auf den Straßen und in der Kreisliga bis hin zur Bundesliga. Nach zwölf Jahren Berufsfußball möchte ich nun mein Hobby zurück“, so lautete sein Facebook-Post, der über 45.000 Likes erzielte und mehr als 900 Mal geteilt wurde. Vielleicht ist es doch eher die bedingungslose Liebe zum Sport, die ihn Sätze sagen lassen wie in einem Interview mit der ZEIT: „Ich musste mir treu bleiben, nicht alles mitmachen. Ich wollte nicht wegen der Kohle in die Türkei, nach China oder in die Premier League und dann nochmal zwei, drei Jahre alles mitnehmen. Es hätte mir hinten raus nichts gebracht, keine Lebenserfahrung.“

Unternehmerkommunikation: Neue Herausforderungen
Schon früh, mit 21 Jahren, entwickelte er seinen Plan B – er gründete parallel zur Fußballkarriere seine eigene Marketingfirma und investierte in unterschiedliche Projekte. „Fußball war nicht mehr mein Hobby, sondern mein Beruf, da brauchte ich ein neues Hobby. Ich wollte Neues ausprobieren und lernen. Ich war hungrig, etwas Kreatives zu machen, und ich habe gelernt, durchzuhalten und meine Chancen zu nutzen. Außerdem habe ich es genossen, dass ich in der Firma mein eigener Chef war.“

Mit seinem langjährigen Berater Stephan Bergel hat er die MJ Beteiligungs GmbH gegründet. Sie bietet den Rahmen, sich in den Bereichen Lifestyle, Gesundheit und Ernährung zu engagieren.

Marcell Jansen ist an GymJunky beteiligt, der Firma seines Freundes und Weggefährten Roberto Curto. Er hat vor Jahren in Renovatio investiert, einem Mönchengladbacher Sanitätshaus, das inhaltlich und optisch modernisiert inzwischen nach Hamburg expandiert ist. Darüber hinaus unterstützt er ein Team aus Webentwicklern und Programmierern bei einem digitalen Projekt. Zudem steht ein Food-Projekt mit einem deutschen Starkoch kurz vor der ersten Eröffnung.

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Speaker-Format: Seifenbalse Profifußball, Verletzungen, Führung Risiko, Geld, Erfolg, Glück und Werte

Bereits früh kommt ihm die Erkenntnis: „Für Fußballprofis wird ein Rundum-sorglos-Paket geschnürt. Sie müssen sich um nichts mehr kümmern. Mit 18, 19 kommen sie zum Profisport und sollen sich nur mit Fußball befassen, den ganzen Tag. Sie haben vom Leben noch nichts gesehen – und auf einmal keine freie Minute mehr. Also belohnen sie dich materiell, weil sie gar keine andere Möglichkeit haben.“ Worte eines überaus bodenständigen Mannes. Die Seifenblase Profi-Fußball sollte man irgendwann mit einer Idee verlassen, was man mit sich und seinem Leben nach der Karriere anfangen will, dachte sich Marcell Jansen. Und genau so handelte er.
Dass er trotz der vielen Verlockungen nicht abgehoben ist, verdankt er nach eigenem Bekunden in erster Linie seinen Eltern. Sie haben ihm sowohl Werte wie Respekt und Wertschätzung für jeden Menschen als auch persönliche Disziplin vorgelebt. „Wir hatten Zuhause nicht viel Geld. Dennoch hatte ich nie das Gefühl, dass mir etwas gefehlt hat. Meine Eltern haben nie eine schlechte Energie transportiert zu Geld.“ Wenn es für ihn so etwas wie Vorbilder gibt, dann sind sie es. Marcell Jansen vertritt bis heute den Standpunkt, dass der Erfolg immer nur temporär ist. Ihm war von vorneherein klar, dass es für einen Fußballer, der es an die Weltspitze geschafft hat, viel schwerer ist, wieder in das „normale Leben“ zurückzukehren. Er wollte das nie und hat schon früh angefangen, neben dem Sport auch geschäftliche Dinge anzuschieben. Dennoch gewinnt er dem Ganzen auch viele positive Aspekte ab. Sie können ungeahnte Chancen eröffnen: „Als Profis haben wir gelernt mit Druck umzugehen. Zudem geht es im Profigeschäft um den Ehrgeiz, immer alles zu geben, nicht aufzugeben, zu kämpfen, auch gegen Widerstände. Eigenschaften, die er im „normalen“ Leben sehr gut einzusetzen weiß.
Davon berichtet er als Speaker, in einem Interviewformat, gemeinsam mit Thomas Guntermann.

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Fußball-Experte

Dem Fußball hat er deshalb noch lange nicht abgeschworen. Ganz im Gegenteil: Als Experte bei Sky kommentiert er kompetent und emotional die Spiele seiner früheren Kollegen – und kann ganz nebenbei die geliebte Stadionluft schnuppern. Bei der Sendung „Heimspiel“ bringt er darüber hinaus seine eigenen Ideen ein und experimentiert mit dem Format. Seit kurzem spielt er zudem in der Weisweiler Elf von Borussia Mönchengladbach. „Diese Elf ist Teil meiner Geschichte. Ich spiele mit meinem ehemaligen Jugendtrainer Thomas Kastenmaier zusammen. Auch Peter Wynhoff und Oliver Neuville, zwei meiner ehemaligen Mannschaftskameraden, sind dabei, sowie Mike Hanke, der ebenfalls Nationalspieler war. Das ist eine Ehre für mich und ein großer Spaß. Ich liebe den Fußball, und das Borussen-Trikot trage ich nach wie vor mit einem gewissen Stolz.“ Marcell Jansen hat sein Hobby zurückgewonnen.

Medienarbeit

Neben zahllosen kleineren Anfragen zu Derbys, Spielen der Nationalmannschaft oder Einschätzungen zum HSV oder der Borussia Mönchengladbach, haben wir den Unternehmer Marcell Jansen den Weg zu Qualitätsmedien geebnet, zum Beispiel:

  • ZDF: Zu Gast bei Markus Lanz
  • ZEIT-Magazin Mann: „Sein Glück“ Januar 2017
  • ZEIT / ZEIT Online: „Mir fehlt das ehrliche Lächeln im Gesicht“ April 2017
  • HANDELSBLATT „Ich habe nie gezockt“ August 2016
  • 11 Freunde „Legenden“ Juli 2015
  • SPIEGEL-Wissen: „Ich habe gelernt, durchzuhalten und meine Chance zu nutzen“ Juni 2015

Was wir noch tun

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Influencer relations
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Case „coffee at work“
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